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England: Frackingfreies Lancashire

Barbara Richardson

Lancashire, England

Wenn wir hier in Lancashire unseren Kampf gegen Fracking verlieren, dann ermutigen wir die Energieriesen, im ganzen Land Fracking zu betreiben. Dies würde Tausende von Menschen beeinflussen, sowie unsere Umwelt bedrohen.

 

Barbara und Ian leben in Lancashire, England. In dieser Region hat der Energiekonzern Cuadrilla erste Fracking-Pläne bekannt gegeben. Aber nicht nur in Lancashire soll durch Fracking Energie erzeugt werden, die Pläne erstrecken sich über ganz England. Barbara und Ian sind Teil einer Bewegung, die sich klar gegen die Vorhaben in ihrer Region aussprechen.

„Erst vor vier Jahren sind wir hierher gezogen, wir wollten Ruhe und Frieden."

Beide nahmen an lokalen Versammlungen teil und wurden schnell Teil der Anti-Fracking-Community in Lancashire und der Region.

Barbara: "Ich bin entschlossen, gegen Fracking zu kämpfen, denn ich weiß um die Risiken und um die potentielle Bedrohung für mich und meine Gemeinde. Wenn wir hier in Lancashire unseren Kampf gegen Fracking verlieren, dann ermutigen wir die Energieriesen, im ganzen Land Fracking zu betreiben. Dies würde Tausende von Menschen beeinflussen, sowie unsere Umwelt bedrohen."

Ian bekämpft diese Art der Energiegewinnung bereits seit 2011:

„Man kann sehen, dass die Menschen unsere Botschaft annehmen und auch verstehen. Ich kann fühlen, dass eine große Menge auf dem Spiel steht mit der Kampagne.Sollten wir den Kampf gegen Fracking verlieren, werden die Unternehmen unsere schöne Landschaft zerstören, rund um Lancashire wird es ein Bild der Verwüstung geben. Der Tourismus und die Landwirtschaft werden nicht mehr existieren können und Gesundheitsrisiken und die Wasserversorgung werden ein weiteres großes Problem darstellen. Durch die anhaltende Abhängigkeit von fossilen Brennstoffe wird der Klimawandel nur noch bestärkt."

Dank dem Einsatz von Barbara, Ian und viele andere Menschen - in Lancashire, aber auch in Sussex, Schottland und Wales - gab es in Großbritannien seit vier Jahren ein Fracking.

Und was machen sie genau?Barbara wendet viel Energie an, um das Bewusstsein in ihrer Gemeinde zu stärken."Unsere eigene Lokalgruppe - Roseacre Awareness Group - hat rund 120 Vollmitglieder (viel für ein kleines Dorf). Wir produzieren unsere eigenen Broschüren und Videos, wir halten öffentliche Versammlungen ab, gehen wir zu landwirtschaftlichen Shows und Veranstaltungen in unsere Gemeinde. Wir informieren die lokale sowie die nationale Presse und lobbyieren bei lokalen Unternehmen.Wir ermutigen die Menschen, sich an die Politiker zu wenden und ihnen ihre Anliegen zu präsentieren. Wir richten und an alle Politiker: Staatsminister, Abgeordnete, Landkreis, Gemeinde und Gemeindeversammlungen Lobbyarbeit.Wir halten Fundraising-Veranstaltungen ab, haben unsere eigene Webseite erstellt und sind auch auf den Social-Media-Kanälen vertreten."

Auch Ians lokale Kampagnengruppe, Residents Action on Fylde Fracking, ist im Socal-Media vertreten und hat auf Twitter schon über 1000 Follower. Aber Barbara und Ian haben auch eine starke lokale Basis in den Gemeinden. Zusätzlich gelingt es ihnen immer wieder, von der nationalen Ebene auch international den Überblick in Sachen Fracking zu haben.

„Unsere Bewegung wird immer größer. Tag für Tag wird unser Netzwerk stärker. Mittlerweile erstreckt sich unsere Bewegung weit über die Grenzen von Lansashire hinaus über ganz Großbritannien. Wir sind vernetzt mit Gruppen in Schottland, Irland und auch aus Kanada erfahren wir Unterstützung.

Ian hat immer ein offenes Ohr und ermutigt die Menschen, den Kampf gegen Fracking nicht frühzeitig aufzugeben.

„Wenn Sie einmal mit an Board unserer Sache sind, werden Sie schnell die Notwendigkeit unserer Bemühungen feststellen. Gemeinsam mit anderen Reisenden dieser Mission werden Sie schnell feststellen, dass diese inspirierende, wundervolle Wegbegleiter sind, die gemeinsam Sinn für Gerechtigkeit haben.“

Und seine Vision für die Zukunft?

„Ich hoffe, dass der Fracking-Industrie bald weltweit der Gar ausgemacht wird, dass ein Ausstieg aus fossiler Energie stattfindet und wir gemeinsam endlich in eine sauberer und nachhaltige Energiezukunft blicken können.“

Barbara auf die Frage, wie es jetzt mit ihrer Kampagen in Großbritannien weitergeht:

Es gibt immer noch eine Menge Arbeit. Als ersten Schritt versuchen wir das Lancashire County Council davon zu überzeugen, die Fracking-Pläne zurückzuweisen und dann weiters auch die britische Regierung davon zu überzeugen.Und wenn sie sich schon nicht von einem ganzen Aus für Fracking aussprechen, dann zumindest ein Moratorium. Statt weiter auf fossile Energieformen zu setzen, sollte unsere Regierung saubere, erneuerbare Engergieformen fördern."

Und was können wir gemeinsam als Friends of the Earth-Netzwerk tun, um euch zu helfen?

„Zeigt euch solidatisch mit uns und kämpft so wie wir gegen Fracking mit jedem Atemzug. Wenn wir alle, dieses Problem ignorieren, dass werden wir eine teure Rechnung präsentiert bekommen. Unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden, und unser Planet Erde ist in Gefahr.

Unterzeichen Sie die Petition "Frackingfreies Lancashire" (EN)