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Peru: Kampf mit der Dürre und gegen neue Bergbau- und Ölprojekte

Carlos Cenepo Pizango

Bundesverband der indigenen Quechua, Dorf San Martin

"Mit dem Beschluss des Gesetztes 30230 im Juli 2015, hat die peruanische Regierung Konzeren erlaubt im Amazona Bergbau zu betreiben und nach Öl zu bohren. Wir kämpfen, um unser Land und die Wälder zu schützen."

Agripina Aguilar Mamani

aus Zepita Provincia Chucito

"Es gibt keinen Regen. Meine Gemeinde wartet auf ihn und wir sind sehr besorgt, denn ohne Regen, haben wir im kommenden Jahr ein großes Problem. Wir erleben eine Dürre, große Auswirkungen auf unsere Gesundheit und die wirtschaftliche Situation hat."

 

Von 01. bis 12. Dezember 2014 fand der UN-Klimagipfel in Lima, Peru statt. Die offiziellen Verhandlungen brachten nicht die von uns erwarteten Ergebnisse, denn auch weiterhin konnte man sich nicht auf internationale Klimavorschriften einigen. Unser Planet wird weiter geschwächt.

Abseits des Klimagipfels versammelten sich Menschen aus betroffenen Gemeinden, Vertreter von Organisationen der Zivilgesellschaft, soziale Bewegungen und forderten gemeinsam die Verteidigung von Mutter Erde und die Rechte für alle Völker.

Doch noch immer ist es so, dass jene, die am Wenigsten für den Klimaschutz machen, am meisten aus den Geschäften mit fossilen Brennstoffen profitieren. Und klar ist auch, wer die Kosten hierfür zahlen muss.

In manchen Teilen von Perus herrscht eine schwere Dürre, die bereits Auswirkungen auf Mensch und Tier hat.

Durch Projekte der Erdölindustrie wird auch der Zugang zu Wasser und Land beeinflusst. Die peruanische Regierung hat ein neues Gesetz verabschiedet, dass Öl- und Bergbauunternehmen den industriellen Zugang zu Land der indigenen Gemeinschaften im Amazonas gestattet. Das neue Gesetz räumt auch Investoren Rechte, nicht nur der unmittelbaren Umgebung ihres Projektes, sondern auf jede Fläche, die mittelbar betroffen sein können, ein. Dies bedeutet im Wesentlichen, dass Unternehmen jetzt frei entscheiden können, welches Land ihrer Ansicht nach notwendig für die Fertigstellung ihrer Projekte ist.

Trotz Drohungen und Einschüchterungen von multinationalen Konzernen, sind Gemeinden in Peru entschlossen, Widerstand zu leisten. Am 10 Dezember 2014 marschierten fünfzehntausend Menschen in Lima für echte Lösungen für die Klimakrise.